(Klima)Krisenstab nimmt seine Arbeit auf

Das Bündnis München muss handeln beruft ab sofort einen (Klima)Krisenstab ein. Mit der Installation des (Klima)Krisenstabes übernimmt „München muss handeln“ – und mit dem Bündnis hunderte von Organisationen und Unternehmen der Zivilgesellschaft – was die politisch Verantwortlichen im Münchner Rathaus versäumt haben.

„Der brasilianische Urwald brennt, das arktische Meereis schmilzt und die Permafrostböden tauen 70 (!) Jahre früher als erwartet. Was braucht es noch, damit die Münchner Politik endlich und radikal handelt? Jetzt reicht’s, der Stadtrat muss raus aus der Komfortzone, jetzt muss endlich was passieren!” so die Initiator*innen von „München muss handeln“.

Bereits am Wochenende nahm der Krisenstab auf dem Streetlife Festival seine Arbeit auf.

„München muss handeln“ fordert, dass die von Fridays for Future München und den Scientists for Future München ausgearbeiteten 31 Maßnahmen unverzüglich umgesetzt werden, um die Ziele des Klimaschutzabkommens von Paris einzuhalten. Die zentrale Aufgabe des (Klima)Krisenstabes ist es, sich mit unterschiedlichsten Aktionen in den kommenden Monaten aktiv in die Stadtpolitik einzubringen und die von der Gesellschaft gewählten Politiker*innen an ihre Verantwortung gegenüber den Bürger*innen zu erinnern. Der (Klima)Krisenstab wird dafür an unterschiedlichen Orten in München öffentlich und öffentlichkeitswirksam seiner Arbeit nachgehen.

1 SMS = 10 € = 10 Minuten Krisenstab
Sende per SMS krisenstab10 (krisenstab5) an 81190
(10€/5€) werden per Handyrechnung verbucht.)

Kontakt:
krisenstab@muenchen-muss-handeln.de
www.muenchen-muss-handeln.de
#muenchenmusshandeln

Offener Brief an den Münchner Stadtrat

125 Münchner NGOs, Verbände und Unternehmen unterstützen die Forderungen von Fridays for Future München

Am 25. Juni 2019 veröffentlichten Fridays for Future München ihren kommunalpolitischen Forderungskatalog an den Stadtrat. Jetzt stellt sich auch die Münchner Zivilgesellschaft, ein breites Bündnis aus 125 Verbänden, NGOs, Stiftungen und Unternehmen, hinter die Schüler*innen. Mit ganzseitigen Anzeigen am 6. und 7. Juli  in der Münchner Tagespresse (SZ, AZ, tz, Bild, WamS) in Form eines offenen Briefs an den Münchner Stadtrat fordert das Unterstützerbündnis die Umsetzung des Forderungskatalogs. Die Anzeigenkampagne wird auf den sozialen Netzwerken über #muenchenmusshandeln begleitet.

Anzeigen in der SZ, AZ, tz, Bild und WamS

Generationsübergreifend und quer durch alle gesellschaftlichen Schichten stellen sich Privatpersonen, WissenschaftlerInnen, Unternehmen und Institutionen hinter die Münchner Fridays for Future-SchülerInnen und fordern von den politisch Verantwortlichen umgehende und adäquate Maßnahmen, um die Ziele des Klimaschutzabkommens von Paris einzuhalten.

„Die Politik in Deutschland wurde, mit der EU-Wahl in ihren Grundfesten erschüttert – ein Riss geht quer durch die Gesellschaft und Generationen. Gleichzeitig hat sich mit den Protesten auf der Straße, den Diskursen in diversen (sozialen) Medien und den Verschiebungen der Parteipräferenzen ein Gelegenheitsfenster geöffnet“, so Daniel Überall von anstiftung, Klimaherbst und Kartoffelkombinat eG.

Jürgen Müller vom Münchner Ernährungsrat e.V.: „Die Jugend hat mit wissenschaftlicher Unterstützung vorgelegt. Die Kommunalwahlen 2020 werden angesichts der gewaltigen Unterstützung aus allen Bereichen der Gesellschaft nicht danach entschieden, welche Wahlversprechen gegeben werden, sondern danach, was vom Forderungskatalog bis dahin umgesetzt wird. Wer wieder in den Stadtrat will, muss JETZT handeln.“

Martin Glöckner von Green City e.V.: „München muss als Weltstadt mit Hirn agieren und die aufgelisteten Punkte von Fridays for Future erfüllen. Es bleibt nur wenig Zeit, um unsere Existenzgrundlagen zu erhalten. Die Zivilgesellschaft fordert von ihren gewählten Vertretern im Münchner Stadtrat mutige und enkeltaugliche Entscheidungen. Als reiche Kommune muss die Landeshauptstadt als Vorbild für andere Städte vorangehen.”

Stephanie Weigel von Tollwood dazu: „Was braucht es denn noch, damit die Münchner Politik endlich und radikal handelt? Die Wissenschaft schlägt Alarm, die Zivilgesellschaft steht generationsübergreifend hinter den Jugendlichen, Zehntausende gehen regelmäßig auf die Straße. Jetzt reicht’s, der Stadtrat muss raus aus der Komfortzone, jetzt muss endlich was passieren.”

www.muenchen-muss-handeln.de

Liste der Bündnispartner:
Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) | ADFC Kreisverband München e.V. | Aqua Monaco GmbH | AK Mensch und Tier Neubiburg | Aktionsbündnis aufgeMUCkt | Albert Schweitzer Stiftung Aktionsgruppe München | Amperhof | Animals United | anstiftung | Arbeitsgruppe Nachhaltige Ernährung e.V. | Aktionsbündnis “Artgerechtes München” | attac München | Basic AG | Bellevue di Monaco e.G. | Bürgerenergiegenossenschaft BENG | bike kitchen | Amadé Billesberger | Bioculture GmbH Bioland | Bio-Marktgemeinschaft eG | Bund Naturschutz in Bayern e.V. | buntkicktgut gGmbH | BürgerStiftung München | Bürgerverein Freising zur Vermeidung von Lärm- und Schadstoffbelastungen | Combinat 56 | DAV Sektion Gay Outdoor Club | DAV Sektion(en) München + Oberland | David gegen Goliath | Der Spatz – Magazin für Ökologie und Gesundheit | Deutscher Kinderschutzbund München | Die Umwelt-Akademie e.V. | Die Urbanauten | Ecozept Deutschland | Epos Biopartner Süd GmbH | Ev. Stadtakademie | Field of View | Florian Weiss | foodsharing e.V. | Fossil Free München | Freie Radikale / 2030 Kommunikation | Gartensalon | Gemeinwohl-Ökonomie Bayern e.V. | Genussgemeinschaft Städter und Bauern | Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. | GLS Gemeinschaftsbank eG | Gold GmbH | Green City AG | Green City eV | Greenpeace München | Gregor Louisoder Umweltstiftung | Gut Sonnenhausen | Heimat Giesing | Herrmannsdorfer Landwerkstätten | Ludwig Stocker Hofpfisterei GmbH | Hollerbusch Naturkost | IHA e.V. | impact HUB Munich GmbH | Import Export | Isarlust e.V. | Kanzlei Aschinger HSP-Steuer | Kartoffelkombinat – der Verein e.V. | Kartoffelkombinat eG | Kreisjugendring München-Stadt | Kulturstrand | Kulturverstrickungen | LBV Kreisgruppe München | Licht der Hoffnung e.V. | Magdeburg & Bittl GbR | Manemo eG | Memo Architekten | merz punkt | MIN Münchner Initiative Nachhaltigkeit | Mohr Consulting | Münchner Ernährungsrat e.V. | Münchner Forum e.V. | NaturFreunde Deutschlands, Bezirk München e.V. | Naturland – Verband für ökologischen Landbau e.V. | Netzwerk Klimaherbst | NordSüdForum München | oekom verein | oekom Verlag | Ois possible | Ökoprojekt Mobilspiel eV | Ökoring GmbH | OHNE Der verpackungsfreie Supermarkt GmbH | opflanzt is! eV | Patagonia | Parents for Future | Polarstern GmbH | PROVIEH | Pro Wildlife e.V. | Rainbow Refugees Munich | Raus aus der Steinkohle | reCup GmbH | Reformhaus Meyer | rehab republic | Sauba sog I | Schweisfurth-Stiftung | Scientists for Future | Selbach Umweltstiftung | Sendlinger Buchhaltung | Slow Food München | SOS Kinderdorf München | Sparda-Bank München eG | Sub – Schwules Kommunikations- und Kulturzentrum München e.V. | sustainable AG | Tollwood GmbH | Traveling the Borderline | Umweltinstitut München e.V. | urbane gärten München | Utopia GmbH | ver.de für nachhaltige Entwicklung | Volksbegehren Artenvielfalt | vollblut livemarketing | Vollcorner GmbH | Volxküche München e.V. | Vriends for Life e.V. | WECF e.V. | wir2liebenWein | Wöltje | Zukunftswerk eG

explore-Preisträger

An diesem Wochenende findet das diesjährige Netzwerktreffen vom Verbund Offener Werkstätten (VOW) in Lübbenau / Spreewald statt. Am Freitag ging es am Abend mit der Bekanntgabe der explore-Preisträger los und es war mir (anstiftung) eine Freude, zusammen mit Karoline Weber (drosos Stiftung), Helga Hansen (make magazin) und Günther Schütz (VOW) in der Jury zu sein. Es wurden 51 Anträge eingereicht und so mussten wir leider viele förderwürdige Projekte unberücksichtigt lassen.

Was ist explore?
Jugendliche und junge Erwachsene müssen viele Übergangssituationen bestehen. Dabei helfen ihnen Möglichkeiten, ihre Interessen zu erkunden und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln. Offene Werkstätten mit ihrem Freiraum zum Selbermachen können dazu handfeste Unterstützung leisten: Wer hier ein Projekt in eigener Arbeit umsetzt, spürt Selbstwirksamkeit, erlebt Gemeinschaft und lernt seine Kompetenzen besser kennen. Jungen Menschen können Offene Werkstätten damit wertvolle Anregungen und eine Orientierung über die eigenen Stärken und Interessen geben. Trotzdem finden gerade sie nur schwer ihren Weg dorthin. Hier setzt explore – Offene Werkstatt für alle! an: Welche Aktionen machen Offene Werkstätten attraktiv für die nächste Generation? Mit welchen Angeboten können sie sich für Jugendliche öffnen?

Die Preisträger:

Träger: AWO Regionalverband Brandenburg Süd e.V. (Website)
Projekttitel: maker:kutsche
Wir wollen eine mobile offene Werkstatt auf einem großen Anhänger für die ländliche strukturschwache Region schaffen um Kinder und Jugendliche eine Teilhabe und Ermächtigung am digitalen Wandel, Wandel der Arbeitsstrukturen, einer offenen Kultur und digitaler Bildung zu ermöglichen. Es kombiniert die Ansätze der offenen Werkstätten, der digitaler Bildungen, Medienpädagogik und mobiler aufsuchender Jugendarbeit in einem Popupraum auf Dörfern und Kleinstädten, wo sonst kein/sehr wenig Angebot für Jugendliche vorhanden ist. Digitales Knowhow soll auf dem Land gefördert und die Selbstwirksamkeit des Handwerklichen in die Kleinstadt zurückgebracht werden. Es soll verschiedenen Subkultur einen realen temporären PopupRaum geben, in dem sie ihr Projekt weiter verwirklichen und ihren Interessen nachgehen können.Eine offene Werkstatt auf einem Anhänger bringt einen neuen Raum in das Dorf, welche noch nicht vorbelastet ist und experimentell von dem Jugendlichen erforscht werden kann, um sich mit dem Konzept der offenen Werkstatt auseinanderzusetzen. Der Raum soll 4- 6 Wochen an einen Ort stehen, damit sich die Jugendlichen mit ihrem POPupRaum identifizieren können und an der Gestaltung und Weiterentwicklung sich partizipativ einbringen können. Der Bedarf der Jugendlichen kann damit nach außen dargestellt werden und sich kleine SatelitenLABs gründen.

Träger: FabLab Oberland e.V. (Website)
Projekttitel: erfindergarden Inventor Club Maker Faire Tour
Inspiration Jugendlicher für die Maker-Welt durch Popup-Labs in Jugendzentren und Schulen zB T-Shirt designen und das Motiv lasern; Vorstellung von Beispielprojekten. Unterstützung der Jugendlichen in einem 2-Monatigen, individuellen Projekt. Mentoring während der Konzeption und Umsetzung im FabLab. Die Mentoren sind Erwachsene und “erfahrenere” Jugendliche. Austausch im Lab mit Gleichaltrigen, die ebenfalls an ihren Projekten arbeiten. Nach den zwei Monaten: Reise zu einer Maker-Messe, wo das Projekt vorgestellt wird und Austausch mit anderen (auch gleichaltrigen) Makern stattfindet, bspw. Maker Faire Berlin, Wien, Zürich. Die Reise dient als Deadline für die Fertigstellung und steigert erfahrungsgemäß die Motivation. Seit 2013 reise ich (Andreas) auf Maker Faires und seit 2017 nehme ich jedes mal ein paar der Jungs mit. Diese Reisen sind für mich wie auch die Jungs ein Highlight und etwas wovon sie noch lange erzählen. Oft ist es das erste mal, dass sie ohne Eltern verreisen. Mit der erfindergarden Inventor Club Tour will ich Jugendliche und besonders Mädchen erreichen, die sonst nicht zu uns kommen würden. Bei den Faires plane ich mithilfe meines Netzwerkes Treffen mit Gleichaltrigen mit dem Ziel des Aufbaus eines Jugend-Maker-Verbands. Im erfindergarden hat sich gezeigt, dass der Austausch mit Gleichgesinnten und die Gruppe einer der wichtigsten Faktoren sind, dass die Jugendlichen wieder kommen. Einzigartig wird sein, dass ich die Jugendlichen Mitglieder des Labs aktiv in das Programm einbeziehe und sie auch für die Betreuung der Pop Up Labs entlohne. Im Gegensatz zu bestehenden Programmen wie Jugend Hackt wollen wir, dass die Teilnehmer regelmäßig zu uns kommen, um kontinuierlich an ihren Projekten zu arbeiten. Durch diese Regelmäßigkeit und die Reise zur Messe hoffe ich dann langfristige Mitglieder für beide Labs zu gewinnen. Während der Projektarbeit und auf der Reise geknüpften Freundschaften, gesammelten Erfahrungen und Inspirationen unterstützen dies.

Träger: Frauenzentrum Cottbus e.V. (Website)
Projekttitel: Verschraubt und Zugedremelt
Mädchen und junge Frauen zur Selbstständigkeit befähigen, Berufsorientierung mit dem Fokus berufliche Geschlechtsstereotype zu überwinden, mit einer konstanten Gruppe werden DiY-Clips und -Anleitungen erarbeitet (Mädchenredaktion), es gibt kostenlose Workshops und Kurse zu verschiedenen handwerklichen und technischen Bereichen. Die Teilnehmerinnen haben die Chance Kurse selbst anzuleiten und im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit Ergebnisse zu präsentieren. Das Projekt dient dem Aufbau von Selbstwertgefühl, Mut zum Anpacken, dem Ausleben sozialpädagogischen Gruppenprozessen, der Chancenvielfalt und der Stärkung der Jugendnetzwerke in Cottbus (z.B. auch außerschulische Bildungsarbeit). Anlässe wie der Girls Day, Ferien, Ausstellungseröffnungen und Präsentation der Clips / Anleitungen / DiY-Buch werden zur offenen Arbeit genutzt oder auch mit Materialien mobil an verschiedenen Stationen in der Stadt gearbeitet (z.B. Stadtgarten, Jugendtreffs …)

Träger: Gangway e.V. (Website)
Projekttitel: Made in Marzahn
Ausgangssituation ist die einfache Verfügbarkeit von digitalen Werkzeugen, und die Möglichkeit des Wissen Teilens wie sie so noch nie in der Geschichte möglich war. Es soll ein Raum geschaffen werden, an dem alles Erdenkliche in Form gebracht und repariert werden kann. Dieser Raum wirkt gemeinschaftsfördernd und vermittelt alte und neue Kulturtechniken. Er ist niedrigschwellig und zielt auf Lernen in Gemeinschaft anstatt in Konkurrenz ab. Dies steht in scharfem Gegensatz zur Schulerfahrung vieler Jugendlicher, mit denen wir arbeiten. Neu an dem Ansatz ist, eine offene Werkstatt auch als einen Ort zu behandeln an dem kooperative ökonomische Praktiken erlernt werden können ( p2p Ökonomie, Commoning). Diese Praktiken können zusammen mit den Erfahrungen im Erlernen von Fertigungstechniken Jugendlichen helfen, ihren eigenen Weg in Arbeit zu gehen, ihrer wirklichen “Berufung”zu folgen. Neben einem einladenden Ausprobieren der moderner und traditioneller Geräte und Werkzeuge wollen wir Projekte vorschlagen, in denen Jugendliche gemeinsam als Techniker, Designer und Manager agieren und auch Anwohner einbeziehen. Wir wollen Workshops anbieten, in denen zum Beispiel Schmuck mit dem 3D Drucker oder Laser Cutter hergestellt werden kann. Der Aufbau der Werksatt läuft parallel zu ersten Projekten mit Jugendlichen. Dementsprechend wird auch ihr Werkzeugbedarf die erste Ausstattung prägen.

Träger: Halle 36 e.V. (Website)
Projekttitel: Werkraum W
In einem 3-tägigen Workcamp mit Jugendlichen stellen wir Alltagsgegenstände her. Dabei bekommen die TN Einblicke in die unterschiedlichen Werkstätten und realisieren individuelle Projekte. Angedacht ist die Herstellung von Stühlen/Bänken (Holzwerkstatt), Tasche/Gürteltasche (Textil) und einem Solarhandyladegerät (Elektro). Ziel ist es: Maschinen, Werkzeuge und Materialien kennenzulernen und anzuwenden, sich mit unseren Werkstätten, dem Personal und den Rahmenbedingungen vertraut zu machen, Zugewinn an Freude beim gemeinsamen Realisieren von Ideen und Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Die Werkstätten werden bereits von Jugendlichen genutzt, die durch ihr Elternhaus gewohnt sind, Dinge selber zu machen, Eigeninitiative zu zeigen und mit der Idee der offenen Werkstätten vertraut sind. Durch unser Projekt möchten wir Jugendlichen ohne diesen Background erreichen. Durch das Herstellen eines konkreten Produktes unter Anleitung und die freundliche Arbeitsatmosphäre wird die Schwelle zu den Werkstätten leichter überwunden und die Voraussetzung für zukünftige eigene Projekte geschaffen. Wir geben den TN Freiraum zum Ausprobieren der Werkstoffe und Werkzeuge, individuelle Wünsche, Lernwege und Ressourcen werden berücksichtigt, um gerade TN mit negativen Lernerfahrungen zu motivieren und Ängste abzubauen. Unterstützt werden wir in dem Projekt von Jugendlichen, die bereits Zugang zu den Werkstätten haben und dort aktiv mitarbeiten, sie fungieren als Vermittler und helfen bei der Ideenfindung und altersadäquaten Umsetzung. Mit unserem Projekt möchten wir den Kontakt zu Jugendeinrichtungen ausbauen, um weitere regelmäßige Projekte zu initiieren. Bei einer Abschlussveranstaltung präsentieren wir die entstandenen Produkte der Öffentlichkeit. Die durch die Klimawerkstatt bestehenden Strukturen der Öffentlichkeitsarbeit nutzen wir, um das Projekt in Werder und Umgebung bekannt zu machen (Internetseite, Zeitungsartikel in der Lokalpresse, Newsletter).

Träger: havel:lab e.V. (Website)
Projekttitel: Verstehbahnhof
Der Verstehbahnhof ist ein dauerhaftes Projekt in Fuerstenberg/Havel das gewachsen ist aus vielen Jahren Bildungsengagement vor Ort. Wir wollen eine existierende Versorgungsluecke schliessen was den Zugang zu digitalen Technologien und Werkzeugen fuer junge Menschen angeht. Unser Angebot ist aktuell beschraenkt auf die Bahnhofshalle sowie einen weiteren Raum fuer die Holzwerkstatt und soll im Winter um einen dedizierten Raum fuer die Werkstatt erweitert werden. Es gibt regelmaessige Oeffnungszeiten fuer die Menschen vor Ort, sowie Zeiten zu denen sich Gruppen von ausserhalb anmelden koennen. Der Ort selbst wird stark mitgestaltet durch unsere lokalen „Regulars“, die auch beim Ausbau der Halle (Verkabelung, Infrastruktur, Moebel etc) schon fleissig mitgeholfen haben. Wir arbeiten mit den ortsansaessigen Kindern und Jugendlichen projektorientiert, das heisst es werden individuelle Projekte verfolgt die durch das Team begleitet und unterstuetzt werden. Die jungen Menschen arbeiten allerdings im selbst gewaehlten zeitlichen Umfang an Projekten die sie sich selbst aussuchen. Fuer 2019 arbeiten wir an einem Konzept fuer Klassenfahrten in der Seenplatte auf denen Raetsel und andere Aufgaben geloest werden muessen mit Werkzeugen et al die vorher hier gebaut werden. Wir sind ueber diese Aktivitaeten hinaus ein Beispiel fuer die Nutzung von leerstehenden Bahnhoefen die durch Nutzung als Werkstatt weiter Dreh- und Angelpunkt von Kommunen bleiben koennen.

Träger: Offene Jugendwerkstatt Karlsruhe e.V. (Website)
Projekttitel: Abenteuer Handwerken mit Köpfchen
In der kleinen Untermühlsiedlung „Brüchle“ in Karlsruhe-Durlach (https://ka.stadtwiki.net/Untermühlsiedlung) wohnen in Einfachhäusern heute vorwiegend Migrantenfamilien, teilweise mit vielen Kindern. Die Sozial- und Jugendbehörde der Stadt betreibt dort eine Spiel- und Lernstube mit 25 Plätzen als Nachmittagsangebot und Hausaufgabenbetreuung für Kinder und Jugendliche die diese „Exklave“, außer zum Schulbesuch, in der Regel nicht verlassen. Die OJW möchte die Spiel- und Lernstube unterstützen und den Kindern die Möglichkeit geben sich in unserer Werkstatt handwerklich in Projekten kreativ und/oder künstlerisch zu betätigen, handwerkliche Fähigkeiten zu erlernen, zu üben und Kontakte zu knüpfen. Die Kinder aus ihrer gewohnten, für sie sicher erscheinende, Umgebung heraus zu bekommen erweist sich als äußerst schwierig. Einer ersten Einladung zur OJW, zum Kennen lernen, folgten gerade mal 4 der 25 Kinder. Die OJW verfügt über eine kleine mobile Jugendwerkstatt. Die Idee ist mit dem Werkstattwagen ins „Brüchle“ zu fahren um zu versuchen die Kinder für das Handwerken und die Idee der offenen Jugendwerkstatt zu begeistern. Unsere Überzeugung ist, dass sie dann zu einem späteren Zeitpunkt die Möglichkeiten der Offenen Jugendwerkstatt nutzen werden. Da unsere kleine mobile Jugendwerkstatt und die Ausstattung in die Jahre gekommen ist, möchte die OJW im Rahmen dieses Projekts eine neue größere mobile Werkstatt aufbauen. Ein größerer Bauwagen, steht bereits auf unserem Vereinsgelände. Der Um-/Aufbau wird vollständig durch unsere Vereinsmitglieder erfolgen. Die Ausstattung der alten mobilen Werkstatt wird gewartet und soweit brauchbar, übernommen. Neue moderne Ausstattung wie CNC Fräse (muss angeschafft werden) und 3D Drucker (bereits vorhanden) soll das Angebot für Kinder und Jugendliche noch interessanter machen. Falls sich die Projektidee bewährt können zukünftig ähnliche Zielgruppen oder z.Bsp. „Problem“-Schulen mit der mobilen Jugendwerkstatt betreut werden.

Ein Sonderpreis ging außerdem an die Initiative Soup & Socks e.V. für die Offene Werkstatt Habibi.works (Website) :
Seit August 2016 arbeitet ein Team aus mehr als 16 Ländern im Norden Griechenlands rund um die Uhr dafür, dass den Menschen aus den nahegelegenen Flüchtlingscamps und aus der lokalen Bevölkerung dieses außergewöhnliche Werkstättenprojekt zur Verfügung steht. Menschen können dringend benötigte Reparaturen und Probleme des Camp-Alltags anpacken, voneinander lernen und ihre Talente unter Beweis stellen. Statt passiv auf Lösungen zu warten, haben Menschen hier die Möglichkeit, selbst innovative Lösungen zu finden. Als Plattform für Austausch und Begegnung ist Habibi.Works zudem wichtiger Faktor für das Wohlbefinden der Menschen und ein erster Schritt auf dem Weg zur Integration.

Herzlichen Glückwunsch allen Preisträgerprojekten!

Auf der explore-Seite des Verbunds Offener Werkstätten werden im Laufe des Jahres die Fortschritte und Rückschläge der Projekte dokumentiert.

Nascent – transformative Projekte der Ernährungswende


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Hier der Film zum Projekt nascent, in dem anschaulich erklärt wird, worum es im Projekt geht und welche Themen bearbeitet werden. Zwei Mitglieder aus dem Forschungsteam erläutern die wissenschaftliche Motivation hinter dem Projekt. Und auch die drei Praxispartner Kartoffelkombinat, BRUCKER LAND und Mundraub werden mit ihren Projekten vorgestellt.

> www.nascent-transformativ.de

Offener Brief für die Zukunft der Landwirtschaft

An:
Frau Maybrit Illner, Frau Sandra Maischberger, Herrn Peter Kloeppel, Herrn Claus Strunz

29. August 2017

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,
liebe Journalistinnen und Journalisten,

in wenigen Tagen werden Sie Angela Merkel und Martin Schulz in der Debatte der Spitzenkandidaten mit den drängendsten Fragen konfrontieren, die sich stellen, wenn man politische Verantwortung für eine der größten Volkswirtschaften der Welt übernimmt.

Die unterzeichnenden Personen und Organisationen fordern Sie mit diesem Brief dazu auf, dabei ein Thema aufzugreifen, das für die Zukunft unseres Landes und die aller Menschen weltweit zentrale Bedeutung besitzt: der Umgang mit den natürlichen Lebensgrundlagen, insbesondere mit der Ressource Boden.

Weltweit gehen fruchtbare Böden im Umfang von ca. 10 Millionen Hektar jährlich durch eine falsche landwirtschaftliche Nutzung und durch die Folgen des Klimawandels verloren. Das entspricht fast der gesamten Fläche, die in Deutschland als Ackerland genutzt wird. Nicht nur für die unmittelbar betroffenen Menschen ist dies katastrophal. Zugleich ist dieser Verlust Ausgangspunkt für politische Spannungen und Migrationsbewegungen, die längst begonnen haben, auch uns einzuholen.

Auch hier in Deutschland wird die Fruchtbarkeit der Böden durch eine nach industriellen Prinzipien organisierte Landbewirtschaftung abgebaut. Dies geschieht durch einseitige Fruchtfolgen mit hohen Anteilen derselben Anbaukulturen, sowie durch die Anwendung chemisch-synthetischer Stoffe zur Düngung, durch Biozide, wie Insektizide und Herbizide, die die biologische Vielfalt, und damit die unersetzbaren Funktionen des Bodenlebens, beeinträchtigen. Auf diese Weise werden die natürliche ökologische Widerstandsfähigkeit unserer Agrarlandschaften und ihre Ertragsfähigkeit gravierend geschwächt. Zusammen mit der weiter fortschreitenden Flächenversiegelung durch Überbauung gefährden wir so langfristig unsere Fähigkeit, ausreichend Agrarprodukte und Nahrungsmittel zu erzeugen.

Dagegen könnte eine regenerative, Humus und biologische Vielfalt aufbauende Landwirtschaft enorme positive Wirkung entfalten. Sie erhöht nicht nur die Fruchtbarkeit und Produktivität der Böden, sowie ihre Widerstandskraft gegen extremer werdende Umweltereignisse. Mittels des Aufbaus biologischer Vielfalt und organischer Masse können Böden in erheblichem Maß Kohlenstoff binden und für die landwirtschaftliche Produktivität nutzbar machen. Eine zukunftsfähige Bodenbewirtschaftung kann der Atmosphäre große Mengen CO2 entziehen – was angesichts der bereits deutlich sichtbar werdenden Folgen des Klimawandels von zentraler Bedeutung ist.

Um die Bedingungen für eine zukunftsorientierte Wirtschaft zu schaffen, benötigt es politische Unterstützung und einen förderlichen wirtschaftspolitischen Ordnungsrahmen. Die politischen und regulativen Rahmenbedingungen beeinflussen maßgeblich die unternehmerischen Erfolgsfaktoren und gestalten so Wirtschaftspraxis und die marktliche Entwicklung. Bislang befördert die Politik ein Wirtschaftshandeln, das unsere gesellschaftliche und ökonomische Zukunftsfähigkeit gefährdet und die natürlichen Lebensgrundlagen schädigt. Nicht nachhaltige Wirtschaftsweisen, die Lebensgrundlagen abbauen und die Kosten auf die Allgemeinheit abwälzen, sind bislang profitabler und somit wettbewerbsstärker. Dabei werden jedoch langfristig und global Ressourcen vernichtet, die zukünftig weder den Menschen, noch für Wirtschaftsaktivitäten und -unternehmen zur Verfügung stehen. Die Folgen davon tragen alle.

Unsere KanzlerkandidatInnen müssen Antwort auf die Fragen danach geben, wie sie die politischen Rahmenbedingungen für eine zukunftsfähige Marktwirtschaft gestalten wollen, damit regenerative Landwirtschaft und ein weltweiter Schutz von Böden und ihrer Fruchtbarkeit stattfinden.

Sie werden am 3. September 2017 diese Antwort aber nur geben, wenn Sie Ihnen dazu die erforderlichen Fragen stellen!

Wir, die wir in großer Sorge um die Wichtigste unserer natürlichen Lebensgrundlagen sind, wollen Sie dazu ermutigen. Denn hier geht es nicht um ein idealistisches „nice to have“- Thema, sondern um ein Überlebensthema für die Menschheit.

Die Böden und Landschaften, die wir nutzen, bilden das Fundament unserer Wirtschaft, sie sind Lebensgrundlagen als auch Produktionsgrundlagen in einem. Ihr Erhalt und ihr Aufbau ist eine Bedingung für unsere gemeinsame Zukunft – das ist unser aller Angelegenheit.

Mit besten Wünschen

Dr. J. Daniel Dahm
Vize Direktor, European Centre for Sustainability Research ECS, Zeppelin Universität Deutsche Gesellschaft Club of Rome DCoR
Vereinigung Deutscher Wissenschaftler e.V. VDW

Dr. Felix Prinz zu Löwenstein
Vorstandvorsitzender, Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW e.V.)

Alexandra Wandel
Direktorin und Stellvertretende Vorstandsvorsitzende, Stiftung World Future Council

anstiftung
Daniel Überall, Vorstand

Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller e.V.
Dr. Alexander Beck, Geschäftsführender Vorstand

Biokreis e.V. – Verband für ökologischen Landbau und gesunde Ernährung
Franz Strobl, Vorstandsvorsitzender

Bioland e.V.
Jan Plagge, Präsident

Biopark e.V.
Jens Rasim, Vorstandsvorsitzender

Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) e.V.
Elke Röder, Geschäftsführerin

ECOVIN Bundesverband Ökologischer Weinbau e.V.
Andreas Hattemer, Vorsitzender

European Network of Scientists for Social and Environmental Responsibility (ENSSER) e.V.
Dr. Hartmut Meyer, Vorsitzender des Vorstandes
Dr. Angelika Hilbeck, Mitglied des Vorstandes

Demeter e.V.
Dr. Alexander Gerber, Vorstandssprecher

Gäa e.V. – Vereinigung ökologischer Landbau
Kornelie Blumenschein, 1. Vorsitzende

Germanwatch e.V.
Klaus Milke, Vorsitzender

Kartoffelkombinat eG
Daniel Überall, Vorstand

Bischöfliches Hilfswerk MISEREOR e.V.
Pirmin Spiegel, Hauptgeschäftsführer Bischöfliches Hilfswerk MISEREOR e.V.

Naturland e.V.
Hubert Heigl, Präsident

Naturschutzbund Deutschland (NABU)
Olaf Tschimpke, Präsident

Verbund Ökohöfe e.V.
Jürgen Hartmann, Vorstand

Josef Braun
Biolandbauer
Präsidium, Bioland e.V.

Nikolai Fuchs
Vorstand, GLS Treuhand
Stiftungsrat Zukunftsstiftung Landwirtschaft

Prof. Dr. Klaus Gabriel
Geschäftsführer des Corporate Responsibility Interface Center (CRIC) e.V.
Gastprofessor für Wirtschafts- und Unternehmensehtik an der Universität Kassel

Prof. Dr. Maximilian Gege
Vorsitzender, B.A.U.M. e.V.

Dr. Jörg Geistlinger
Hochschule Anhalt
Fachbereich 1: Landwirtschaft, Ökotrophologie und Landschaftsentwicklung Institut für Bioanalytische Wissenschaften
Leiter der Arbeitsgruppe „Nachhaltige Düngung und alternativer Pflanzenschutz“

Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald
Vorstand, Schweisfurth Stiftung

Prof. Dr.-Ing. Susanne Hartard
Umwelt-Campus Birkenfeld/Hochschule Trier Industrial Ecology

Hermann Graf Hatzfeldt

Prof. Dr.em. Eva Lang
Vorstand der Vereinigung für Ökologische Ökonomie
Mitglied und ehem. Vorstand des Netzwerks Vorsorgendes Wirtschaften

Prof. Dr. Rudolf Prinz zur Lippe
Präsident, Forum der Kulturen zu Fragen der Zeit

Prof. Dr. Dirk Löhr
Professor für Steuerlehre und Ökologische Ökonomik

Prof. Dr. Konrad Ott
Philosophisches Seminar der CAU zu Kiel

Dr. Manuel Schneider
Redaktionsleitung „Der kritische Agrarbericht“ Geschäftsführer oekom e.V.

Karl Ludwig Schweisfurth
Schweisfurth Stiftung

Prof. Dr. Irmi Seidl
Eidg. Forschungsanstalt WSL

Prof. em. Dr. Michael Succow
Vorstandsvorsitzender der Michael Succow Stiftung Träger des alternativen Nobelpreises

Beate Weber-Schuerholz
Oberbürgermeisterin a.D. MdEP a.D.

Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker
Ko-Präsident des Club of Rome

Prof. Dr. Hubert Wiggering
Institut für Erd- und Umweltwissensschaften der Universität Potsdam
Vorstandsmitglied der Deutschen AgrarForschungsallianz (DAFA)
Mitglied der Kommissionen Landwirtschaft (KLU) sowie Bodenschutz (KBU) beim Umweltbundesamt

Die Welt reparieren

Es ist nicht mehr zu übersehen, die Welt ist aus den Fugen geraten, und das nicht erst seit AfD, Brexit oder der US-Wahl. Welche Antworten braucht es neben hör- und sichtbarem politischem Engagement jeder/-s Einzelnen? Beachtenswerte Ansätze, den vielschichtigen Gegenwarts- und Zukunftsfragen zu begegnen, analysiert die anstiftung in ihrem jetzt erhältlichen, wirklich wundervollem Buch:

Die Welt reparieren – Open Source und Selbermachen als
postkapitalistische Praxis
(Hg. von Andrea Baier, Tom Hansing, Christa Müller und Karin Werner)

Denn längst experimentieren neue Akteure mit kleinteiligen Lösungen für die Nahrungsmittel- und Energieproduktion, aber auch für Design und eine für alle zugängliche Technik. Jenseits von Markt und Staat entstehen Formen des kollaborativen Produzierens, Reparierens und Teilens, die den industriellen Kapitalismus herausfordern und überschreiten. Das Buch widmet sich dieser vielversprechenden Praxis und bietet zugleich eine gesellschaftliche Einordnung der neuen »Labore« postkapitalistischen Fabrizierens.

Ein Buch – zwei Varianten
Das inhaltlich an die vergriffene „Stadt der Commonisten“ anschließende Werk ist in zwei Varianten erhältlich. Einmal als klassisches Buch mit händisch und in Sonderfarbe siebbedrucktem Textileinband über den Buchhandel – und als kostenloses Open-Access-PDF zum Download.

Mehr unter www.die-welt-reparieren.de

9783837633771_720x720

Preis: 19,99 Euro, 11/2016, 352 Seiten, kart., zahlr. farb. Abb.
transcript Verlag, Bielefeld, ISBN 978-3-8376-3377-1

Reparieren in Deutschland

Am Ende ist es dann doch immer ein Gefummel und eine Fehlersuche im Detail. Vielen Dank an Sarah Schill für die Redaktion und Ralf Luethy von field of view für die Bewegtbilder.

Kurz zur Einordnung:
Reparieren ist wieder „en vogue“. Ob Reparaturtreff, Elektronikhospital, Café Kaputt oder Repair Café: Reparatur-Initiativen stiften durch alle Einkommens- und Bildungsschichten, Altersstufen und Milieus hindurch immer mehr Menschen zu umweltfreundlichem zivilen Ungehorsam an. Eine neue sozial-ökologische Bewegung legt praktisch Hand an Konsum- und Wegwerfpraxen und schraubt am Verständnis dessen, was wir als VerbraucherInnen können, sollen und dürfen.

Ergänzend zur Plattform http://reparatur-initiativen.de gibt es seit heute also eine Bestandsaufnahme der „Reparatur-Szene“ in Deutschland in Form von Text, Video- und Audio-Elementen: