Schule

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Vor zwei Jahren begleitete ich unseren Sohn zur Einschulung in die Realschule. Die Fünftklässler*innen stehen mit ihren Eltern in der Aula und werden vom Direktor empfangen. Er sagte zu den Kindern: „Was ist der große Unterschied zwischen der Grundschule und dieser? Hier kommt Ihr als Kinder rein und geht als Erwachsene wieder raus. Unsere Aufgabe ist es, Euch auf diesem Weg zu begleiten.“ – Ich war schwer beeindruckt. Mein Direktor sagte damals zum Start der 5. Klasse: „Ihr seid jetzt 150, die Hälfte davon wird hier keinen Abschluss machen.“

Ich komme gerade vom Bandabend eben dieser Schule nach Hause. Viele Klassen und Schulbands haben einen ganzen Abend lang ziemlich cool abgeliefert. Von einfachen Songs wie „Let it be“ bis „Bohemian Rhapsody“ und „Radio Gaga“, u.a. performt von vier Lehrerinnen in weißen Unterhemden und angeklebten Freddy-Mercury-Bärten. Es war eine Mordsgaudi und niemanden der ca. 400 Anwesenden hielt es noch auf den Sitzen. Der Abend war auch der Abschied der Zehntklässler*innen – ganz am Ende ergriff eine Schülerin das Mikrofon und bedankte sich beim Musiklehrer und Leiter des Abends: „Seit der Fünften waren wir bei Ihnen … (kurze Pause, um die Tränen wegzuwischen und sich wieder zu sammeln) … vielen Dank für die viele Zeit, die wir mit Ihnen verbringen durften … die vielen tollen Songs, die wir gemeinsam gespielt haben … und dass wir so viel von Ihnen lernen durften.“

So kann Schule also auch sein. Lebendig, positiv, zugewandt. Die meinen das also wirklich ernst mit der Begleitung auf dem Weg zum Erwachsenwerden. Dafür bin ich der Schule, dem Direktor und den Lehrer*innen sehr dankbar.

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